Zinseszinsrechner
Berechne mit dem Zinseszinsrechner, wie dein Vermögen durch den Zinseszinseffekt wächst. Sieh, wie sich Einmalanlage und monatliche Sparraten über die Jahre entwickeln. Vergleiche Zinssätze, nutze die 72er-Regel und plane deinen langfristigen Vermögensaufbau.
Was ist Zinseszins?
Zinseszins bedeutet „Zinsen auf Zinsen" – der mächtigste Verbündete beim langfristigen Vermögensaufbau. Wenn du deine Zinserträge nicht entnimmst, sondern wieder anlegst, verdienen auch die Zinsen Zinsen. So wächst dein Kapital exponentiell statt linear.
- Formel: Kn = K0 × (1 + p/100)n (Endkapital = Anfangskapital × ZinsfaktorJahre)
- Effekt: Je länger der Anlagezeitraum, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt
- Schlüssel: Früh anfangen und Erträge reinvestieren (thesaurierende Anlagen)
📋 72er-Regel Schnellübersicht
📈 Wie funktioniert der Zinseszinseffekt?
Der Zinseszinseffekt ist das wichtigste Prinzip beim langfristigen Vermögensaufbau. Im Gegensatz zu einfachen Zinsen, bei denen nur das Anfangskapital verzinst wird, werden beim Zinseszins auch die bereits erhaltenen Zinsen wieder verzinst. Dies führt zu einem exponentiellen Wachstum deines Vermögens.
🔄 Der Zinseszins-Kreislauf
- Jahr 1: Du legst 10.000€ bei 5% an → erhältst 500€ Zinsen
- Jahr 2: Du hast 10.500€ → erhältst 525€ Zinsen (25€ mehr!)
- Jahr 3: Du hast 11.025€ → erhältst 551,25€ Zinsen
- ... und so wächst dein Kapital immer schneller!
Die drei Wachstumsfaktoren
Anfangskapital
Je mehr du anfänglich investierst, desto größer ist die Basis für den Zinseszinseffekt. Auch kleine Beträge summieren sich über die Jahre.
Zinssatz
Schon kleine Unterschiede im Zinssatz haben langfristig große Auswirkungen. 7% statt 5% bedeutet nach 30 Jahren fast doppelt so viel.
Anlagedauer
Zeit ist dein stärkster Verbündeter. Je länger du investierst, desto mächtiger wird der Zinseszinseffekt. Früh anfangen lohnt sich!
Zinsintervalle im Vergleich
Je häufiger Zinsen gutgeschrieben und wieder angelegt werden, desto stärker der Effekt. Bei gleichem Nominalzins ergibt sich ein unterschiedlicher Effektivzins:
| Zinsintervall | Häufigkeit/Jahr | 10.000€ bei 5% nach 10 Jahren | Effektivzins (EAR) |
|---|---|---|---|
| Jährlich | 1x | 16.288,95€ | 5,00% |
| Halbjährlich | 2x | 16.386,16€ | 5,06% |
| Vierteljährlich | 4x | 16.436,19€ | 5,09% |
| Monatlich | 12x | 16.470,09€ | 5,12% |
| Täglich | 365x | 16.486,65€ | 5,13% |
| Kontinuierlich | ∞ | 16.487,21€ | 5,13% |
🧮 Die Zinseszinsformel erklärt
Die mathematische Grundlage des Zinseszinses ist die Zinseszinsformel. Sie ermöglicht die präzise Berechnung des Endkapitals nach einer bestimmten Anlagedauer.
Grundformel für Zinseszins
Kn = Endkapital nach n Jahren
K0 = Anfangskapital
p = Zinssatz in Prozent
n = Anzahl der Jahre
Erweiterte Formel mit Zinsintervall
r = Nominalzins als Dezimalzahl (z.B. 0,05 für 5%)
m = Anzahl der Zinsperioden pro Jahr
t = Anlagedauer in Jahren
Formel mit regelmäßigen Sparraten
PMT = Regelmäßige Sparrate pro Periode
Beispielrechnung Schritt für Schritt
📝 Beispiel: 10.000€ bei 6% für 20 Jahre
Gegeben: K0 = 10.000€, p = 6%, n = 20 Jahre
Formel: Kn = 10.000€ × (1 + 6/100)20
Berechnung: Kn = 10.000€ × 1,0620 = 10.000€ × 3,2071
Ergebnis: Kn = 32.071,35€
Dein Kapital hat sich mehr als verdreifacht! Der Zinsgewinn beträgt 22.071,35€.
Formel für den Effektivzins (EAR)
Der Effektivzins (Effective Annual Rate) zeigt den tatsächlichen Jahresertrag unter Berücksichtigung der Zinseszinsen.
📊 Einfache Zinsen vs. Zinseszins
Der Unterschied zwischen einfachen Zinsen und Zinseszins mag anfangs gering erscheinen, wird aber über längere Zeiträume gewaltig. Bei einfachen Zinsen erhältst du jedes Jahr denselben Betrag, bei Zinseszins wächst der Ertrag jedes Jahr.
📉 Einfache Zinsen
- Formel: Z = K0 × p × t / 100
- Zinsen nur auf das Anfangskapital
- Lineares Wachstum
- Typisch für: Kurzfristige Kredite
📈 Zinseszins
- Formel: Kn = K0 × (1 + p/100)n
- Zinsen auf Kapital + bisherige Zinsen
- Exponentielles Wachstum
- Typisch für: Langfristige Geldanlagen, ETFs
30-Jahres-Vergleich: 10.000€ bei 7% Zinsen
| Jahr | Einfache Zinsen | Zinseszins | Differenz |
|---|---|---|---|
| 0 | 10.000€ | 10.000€ | 0€ |
| 5 | 13.500€ | 14.026€ | +526€ |
| 10 | 17.000€ | 19.672€ | +2.672€ |
| 15 | 20.500€ | 27.590€ | +7.090€ |
| 20 | 24.000€ | 38.697€ | +14.697€ |
| 25 | 27.500€ | 54.274€ | +26.774€ |
| 30 | 31.000€ | 76.123€ | +45.123€ |
⏱️ Die 72er-Regel: Verdopplungszeit schnell berechnen
Die 72er-Regel ist eine einfache Faustformel, um abzuschätzen, wie lange es dauert, bis sich dein Kapital bei einem bestimmten Zinssatz verdoppelt. Du teilst einfach 72 durch den Zinssatz.
Die 72er-Regel Formeln
📝 Beispiele für die 72er-Regel
- Bei 6% Zinsen: 72 ÷ 6 = 12 Jahre zur Verdopplung
- Bei 8% Zinsen: 72 ÷ 8 = 9 Jahre zur Verdopplung
- Bei 2% Zinsen (Tagesgeld): 72 ÷ 2 = 36 Jahre zur Verdopplung
- In 10 Jahren verdoppeln: 72 ÷ 10 = 7,2% Zinssatz nötig
72er-Regel: Schätzung vs. Exakte Berechnung
| Zinssatz | 72er-Regel (Schätzung) | Exakte Berechnung | Abweichung |
|---|---|---|---|
| 2% | 36,0 Jahre | 35,0 Jahre | +2,9% |
| 4% | 18,0 Jahre | 17,7 Jahre | +1,7% |
| 6% | 12,0 Jahre | 11,9 Jahre | +0,8% |
| 8% | 9,0 Jahre | 9,0 Jahre | 0,0% |
| 10% | 7,2 Jahre | 7,3 Jahre | -1,4% |
| 12% | 6,0 Jahre | 6,1 Jahre | -1,6% |
💡 Wissenswertes zur 72er-Regel
- Die Regel ist am genauesten bei etwa 8% Zinssatz
- Erstmals erwähnt wurde sie 1494 von Luca Pacioli
- Alternativen: 69er-Regel (mathematisch genauer) und 70er-Regel
- Funktioniert auch umgekehrt für Inflation: Bei 3% Inflation halbiert sich die Kaufkraft in ca. 24 Jahren
Verwandte Regeln
- 114er-Regel: Zeit zur Verdreifachung (114 ÷ Zinssatz)
- 144er-Regel: Zeit zur Vervierfachung (144 ÷ Zinssatz)
💵 Aktuelle Zinssätze in Deutschland (Dezember 2025)
Die Höhe des Zinssatzes ist entscheidend für den Zinseszinseffekt. Hier ein Überblick über aktuelle Zinsen verschiedener Anlageformen in Deutschland:
Tagesgeld & Festgeld
| Anlageform | Zinsspanne | Top-Anbieter |
|---|---|---|
| Tagesgeld (Aktionszins) | 2,5 - 3,1% p.a. | Consorsbank, Bigbank |
| Tagesgeld (Standardzins) | 1,5 - 2,3% p.a. | Trade Republic, Varengold |
| Festgeld 1 Jahr | 2,3 - 2,9% p.a. | Multitude Bank, Hoist Finance |
| Festgeld 2 Jahre | 2,5 - 2,9% p.a. | Banca Progetto |
| EZB-Einlagenzins | 2,0% | Referenzzins |
Historische Renditen verschiedener Anlageformen
| Anlageform | Historische Rendite (p.a.) | Zeitraum | Risiko |
|---|---|---|---|
| MSCI World ETF | ~9,7% (in EUR) | 1975-2024 | Mittel-Hoch |
| DAX | ~5,4% | 2014-2024 | Hoch |
| S&P 500 | ~10-11% | langfristig | Mittel-Hoch |
| Anleihen (Staatsanleihen) | ~2-4% | langfristig | Niedrig |
| Inflation (Deutschland) | ~2,3% (aktuell) | Nov 2025 | - |
💡 Praxis-Tipp
Experten empfehlen, für langfristige ETF-Prognosen mit 6-7% Rendite nach Inflation zu rechnen. Das ist konservativer als die historischen Daten, aber realistischer für die Zukunft.
🚀 Die Macht des frühen Anfangs
Der größte Vorteil beim Investieren ist Zeit. Je früher du anfängst, desto mehr profitierst du vom Zinseszinseffekt. Selbst kleine Beträge können über Jahrzehnte zu erheblichem Vermögen wachsen.
Fallstudie: Anna (25) vs. Thomas (35)
👩 Anna startet mit 25
- Monatliche Sparrate: 200€
- Startkapital: 0€
- Zinssatz: 7% p.a.
- Sparzeit: 40 Jahre (bis 65)
- Gesamteinzahlung: 96.000€
- Endkapital: 524.899€
👨 Thomas startet mit 35
- Monatliche Sparrate: 400€ (doppelt!)
- Startkapital: 0€
- Zinssatz: 7% p.a.
- Sparzeit: 30 Jahre (bis 65)
- Gesamteinzahlung: 144.000€
- Endkapital: 487.396€
Kosten des Wartens: Was 10 Jahre Verzögerung bedeuten
| Verzögerung | Endkapital mit 65 (bei 200€/Monat, 7%) | Verlust durch Warten |
|---|---|---|
| Start mit 25 | 524.899€ | - |
| Start mit 30 | 365.991€ | -158.908€ |
| Start mit 35 | 254.220€ | -270.679€ |
| Start mit 40 | 175.383€ | -349.516€ |
| Start mit 45 | 119.767€ | -405.132€ |
⚠️ Wichtige Erkenntnis
Jedes Jahr, das du wartest, kostet dich potentiell zehntausende Euro an Zinseszinseffekt. Der beste Zeitpunkt zum Anfangen war vor 20 Jahren. Der zweitbeste Zeitpunkt ist heute!
🌍 Zinseszins in der Praxis
Wo der Zinseszins FÜR dich arbeitet
ETF-Sparpläne
Thesaurierende ETFs reinvestieren automatisch Dividenden, was den Zinseszinseffekt maximiert.
Festgeld & Tagesgeld
Bei Geldanlagen ohne Entnahme wachsen die Zinsen auf Zinsen.
Riester & Betriebsrente
Langfristige Altersvorsorge profitiert besonders stark vom Zinseszins.
Wo der Zinseszins GEGEN dich arbeitet
⚠️ Schulden mit Zinseszins
Dieselbe Kraft, die dein Vermögen wachsen lässt, kann auch Schulden explodieren lassen:
- Dispokredite: Oft 10-15% Zinsen – dein Dispo verdoppelt sich in 5-7 Jahren!
- Kreditkartenschulden: Monatliche Zinsen auf Zinsen
- Ratenkredite: Je länger die Laufzeit, desto mehr Zinseszins zahlst du
📝 Beispiel: 5.000€ Dispokredit bei 12% Zinsen
Wenn du nur die Mindestzahlung leistest und der Dispo nie vollständig zurückgezahlt wird:
- Nach 5 Jahren: 8.812€ Schulden (+76%)
- Nach 10 Jahren: 15.529€ Schulden (+211%)
Fazit: Schulden immer zuerst tilgen, bevor du investierst!
Vermögensaufbau mit ETF-Sparplan
| Sparrate/Monat | Nach 10 Jahren (7%) | Nach 20 Jahren (7%) | Nach 30 Jahren (7%) |
|---|---|---|---|
| 50€ | 8.653€ | 26.047€ | 60.999€ |
| 100€ | 17.307€ | 52.093€ | 121.997€ |
| 200€ | 34.614€ | 104.186€ | 243.994€ |
| 500€ | 86.535€ | 260.464€ | 609.985€ |
| 1.000€ | 173.070€ | 520.929€ | 1.219.971€ |
📋 Steuern auf Zinseszins in Deutschland
In Deutschland unterliegen Kapitalerträge der Abgeltungsteuer. Das betrifft Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne.
🇩🇪 Steuern auf Kapitalerträge (Stand 2025)
- Abgeltungsteuer: 25%
- Solidaritätszuschlag: 5,5% (auf die Abgeltungsteuer)
- Kirchensteuer: 8% oder 9% (auf die Abgeltungsteuer, falls zutreffend)
- Gesamtsteuerlast: 26,375% ohne Kirchensteuer, bis zu ~28% mit Kirchensteuer
Sparerpauschbetrag
Ein Teil deiner Kapitalerträge bleibt steuerfrei:
| Personenstand | Sparerpauschbetrag (2025) |
|---|---|
| Alleinstehende | 1.000€ pro Jahr |
| Verheiratete (zusammen veranlagt) | 2.000€ pro Jahr |
💡 Steuer-Tipps
- Freistellungsauftrag: Stelle sicher, dass du bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag eingerichtet hast
- Thesaurierende ETFs: Steuern werden erst beim Verkauf fällig (plus jährliche Vorabpauschale)
- NV-Bescheinigung: Wer unter dem Grundfreibetrag (12.096€ in 2025) verdient, kann eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen
- Verlustverrechnung: Verluste können mit Gewinnen verrechnet werden
Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs
Seit 2018 müssen auch thesaurierende Fonds eine Vorabpauschale versteuern. Diese wird berechnet als:
- Basiszins × 70% × Fondswert am Jahresanfang
- Der Basiszins wird jährlich von der Bundesbank festgelegt
- Die Vorabpauschale wird beim Verkauf mit der Steuerschuld verrechnet
💡 8 Tipps zur Maximierung des Zinseszinseffekts
Fange so früh wie möglich an
Zeit ist der stärkste Faktor. Selbst kleine Beträge mit 20 Jahren anzulegen ist besser als große Beträge mit 40.
Automatisiere deine Sparbeiträge
Richte einen Dauerauftrag oder ETF-Sparplan ein. Was automatisch abgeht, wird nicht ausgegeben.
Wähle thesaurierende Anlageformen
Bei thesaurierenden ETFs werden Dividenden automatisch reinvestiert – perfekt für den Zinseszinseffekt.
Vermeide hohe Gebühren
Achte auf niedrige TER (Gesamtkostenquote) bei ETFs. 0,5% weniger Gebühren bedeuten über 30 Jahre tausende Euro mehr.
Nutze den Sparerpauschbetrag
Stelle sicher, dass du deinen Freistellungsauftrag (1.000€ pro Person) voll ausschöpfst.
Erhöhe deine Sparrate regelmäßig
Steigere bei jeder Gehaltserhöhung auch deine Sparrate. So merkst du es kaum und baust schneller Vermögen auf.
Entnehme nicht vorzeitig
Jede Entnahme unterbricht den Zinseszinseffekt. Halte einen separaten Notgroschen, um nicht an deine Investments zu müssen.
Tilge zuerst teure Schulden
Der Zinseszins wirkt auch gegen dich. Dispokredite bei 12% kosten mehr als ETFs bei 7% bringen.
⚠️ Häufige Fehler beim Vermögensaufbau
Mit dem Sparen warten
„Ich fange an, wenn ich mehr verdiene" – dieser Gedanke kostet dich hunderttausende Euro an Zinseszins.
Geld auf dem Girokonto lassen
Bei 0% Zinsen und 2-3% Inflation verliert dein Geld jedes Jahr an Wert. Das ist negativer Zinseszins!
Zu konservativ anlegen
Nur Tagesgeld bei 2% schlägt langfristig nicht die Inflation. Für echten Vermögensaufbau brauchst du Rendite.
Auf den perfekten Zeitpunkt warten
„Time in the market beats timing the market." Regelmäßiges Investieren (Cost-Average) ist wichtiger als perfektes Timing.
Bei Marktkorrekturen verkaufen
Panikverkäufe bei fallenden Kursen zerstören den Zinseszinseffekt. Langfristig erholen sich die Märkte immer.
Hohe Gebühren ignorieren
1% mehr Gebühren bedeuten bei 30 Jahren Anlage etwa 25% weniger Endkapital. Kosten fressen Rendite!
❓ Häufig gestellte Fragen (Nutzer fragen auch)
Wie viel werden 10.000€ in 10 Jahren wert sein?
Bei 7% Zinsen (typische ETF-Rendite) wachsen 10.000€ in 10 Jahren auf etwa 19.672€. Bei 3% (Tagesgeld) auf 13.439€. Der Unterschied von 4% Rendite bedeutet über 6.000€ mehr!
Was ist ein guter Zinssatz für Geldanlage?
Das hängt von der Anlageform ab: Tagesgeld: 2-3% (2025). ETF-Sparplan: 6-8% langfristig. Festgeld: 2,5-3%. Für langfristigen Vermögensaufbau solltest du mindestens 5-6% anstreben.
Wie funktioniert die 72er-Regel?
Teile 72 durch den Zinssatz, um die Verdopplungszeit zu erhalten. Beispiel: 72 ÷ 6% = 12 Jahre. Bei 8% dauert es nur 9 Jahre. Die Regel ist am genauesten bei Zinssätzen um 8%.
Werden Zinsen monatlich oder jährlich berechnet?
Das hängt vom Produkt ab. Die meisten Banken rechnen jährlich ab. Bei ETFs werden Erträge je nach Ausschüttungsintervall (monatlich, quartalsweise, jährlich) oder bei Verkauf berücksichtigt.
📋 Häufig gestellte Fragen zum Zinseszins
Einfacher Zins wird nur auf das ursprüngliche Kapital berechnet. Bei 10.000€ und 5% Zinsen erhältst du jedes Jahr 500€, egal wie lange. Zinseszins dagegen verzinst auch die bereits erhaltenen Zinsen. Im zweiten Jahr werden also 10.500€ verzinst (525€ Zinsen), im dritten 11.025€ usw. Über lange Zeiträume macht das einen enormen Unterschied.
Ja, aber es erfordert Zeit und Disziplin. Mit 200€ monatlich bei 7% Rendite hast du nach 40 Jahren über 500.000€. Der Schlüssel ist: früh anfangen, regelmäßig einzahlen und die Gewinne reinvestieren. Warren Buffett hat 99% seines Vermögens nach seinem 50. Geburtstag verdient – dank Zinseszins.
Die Inflation reduziert die Realrendite. Wenn du 7% Rendite erzielst und die Inflation 2% beträgt, ist deine reale Rendite etwa 5%. Das ist immer noch positiv. Aber bei 2% Tagesgeldzinsen und 2% Inflation wächst dein reales Vermögen gar nicht! Deshalb ist es wichtig, Renditen über der Inflation anzustreben.
Statistisch ist eine Einmalanlage oft besser, weil das Geld länger am Markt arbeitet. Aber ein Sparplan hat Vorteile: Du profitierst vom Cost-Average-Effekt (kaufst bei niedrigen Kursen mehr Anteile), musst nicht auf einen perfekten Zeitpunkt warten und baust kontinuierlich Disziplin auf. Ideal ist eine Kombination: Einmalanlage mit vorhandenem Kapital plus regelmäßiger Sparplan.
Als Faustregel gilt: mindestens 10-20% deines Nettoeinkommens. Junge Menschen ohne große Verpflichtungen sollten versuchen, noch mehr zu sparen. Die 50-30-20-Regel ist ein guter Start: 50% für Fixkosten, 30% für Freizeit, 20% für Sparen und Investieren.
Bei einem Sparbuch wird der Zins fix pro Jahr gutgeschrieben. Bei ETFs funktioniert der Zinseszins über Kurswachstum und reinvestierte Dividenden. Bei thesaurierenden ETFs werden Dividenden automatisch wieder angelegt. Die Rendite schwankt, aber langfristig sind die Erträge deutlich höher als beim Sparbuch.
In Excel nutzt du die Formel: =Anfangskapital*(1+Zinssatz/100)^Jahre. Beispiel: =10000*(1+7/100)^20 ergibt 38.697€. Für regelmäßige Sparbeiträge nutze die Funktion =FV(Zinssatz;Perioden;Sparrate;Anfangskapital).
Ein thesaurierender ETF schüttet Dividenden nicht aus, sondern reinvestiert sie automatisch in den Fonds. Das ist ideal für den Zinseszinseffekt, weil du dich um nichts kümmern musst. Im Gegensatz dazu zahlt ein ausschüttender ETF Dividenden auf dein Konto aus – die musst du dann selbst wieder anlegen.
Dieser Zinseszinsrechner und Ratgeber wurde mit Sorgfalt erstellt und basiert auf den Standardformeln der Finanzmathematik. Die aktuellen Zinsdaten stammen von der Deutschen Bundesbank, EZB und führenden Finanzportalen. Berechnungen berücksichtigen nicht Steuern, Gebühren oder Inflation, sofern nicht anders angegeben.
Zuletzt aktualisiert: 15. February 2026
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